11. FEBRUAR 2026
UNGERECHT – HINSEHEN STATT WEGSCHAUEN
Der Equal Pay Day ist 2026 um zwei Tage nach vorne gerückt. Grundlage sind Einkommensdaten aus dem Jahr 2024 – einem Jahr, das stark von multiplen Krisen geprägt war.
Auch wenn die Pandemie offiziell als beendet gilt, wirken ihre Folgen weiter nach. Viele Bereiche von Gesellschaft und Wirtschaft haben das Niveau von 2019 bis heute nicht wieder erreicht. Der anhaltende Mangel an Kinderbetreuungsplätzen erschwert die gleichberechtigte Teilhabe am Arbeitsmarkt, während globale Krisen die Einkommenssituation vieler Menschen weiter unter Druck setzen – insbesondere von Frauen und Alleinerziehenden.
Gerade in einer wirtschaftlich angespannten Lage ist Gleichstellung kein Nebenthema, sondern ein zentraler Hebel. Wenn Frauen gleiche Chancen, faire Bezahlung und verlässliche Rahmenbedingungen erhalten, stärkt das nicht nur ihre wirtschaftliche Sicherheit, sondern auch Wachstum, Fachkräftesicherung und gesellschaftliche Stabilität.
Dafür braucht es Transparenz und wirksame Maßnahmen, damit Unternehmen Löhne und Gehälter endlich fair und diskriminierungsfrei gestalten.
Equal Pay ist kein Kostenfaktor, sondern ein Gewinn – für alle. #equalpayJETZT
Pay Gap in Österreich – Grundlage der Berechnung des Equal Pay Day 2026
| Arbeiter*innen | – 25,1 % (Frauenanteil 18 %) |
| Angestellte | – 27,9 % (Frauenanteil 38 %) |
| Vertragsbedienstete | – 6,1 % (Frauenanteil 57 %) |
| Beamt*innen | + 4,8 % (Frauenanteil 36 %) |
| Gesamtschnitt | – 11,5 % (Frauenanteil 34 %) |
Quelle: Bruttojahreseinkommen von Frauen und Männern 2024, Statistik Austria
MITMACH-KAMPAGNE 2026
Vom ersten Lohn bis zur Pension
Equal Pay Day 2026 – Der rote Faden hat System!
Der Equal Pay Day zeigt, was viele Frauen ihr Leben lang spüren: Gleiche Leistung führt noch immer nicht zu gleichem Einkommen. In Österreich beträgt der Einkommensunterschied zwischen Frauen und Männern laut aktueller Statistik 11,5 %. Das bedeutet, Frauen arbeiten bis zum 11. Februar 2026 unbezahlt – während Männer vom ersten Tag des Jahres an bezahlt werden.
Diese Lücke ist kein Zufall. Sie begleitet Frauen durch ihre gesamte Erwerbsbiografie. Vom Berufseinstieg über Phasen von Teilzeit und Care-Arbeit bis hin zur Pension zieht sich der Pay Gap wie ein roter Faden – mit spürbaren Folgen für finanzielle Sicherheit, Unabhängigkeit und Altersvorsorge.
BPW Austria kämpft seit 2009 dafür, diesen Kreislauf zu durchbrechen. Denn faire Bezahlung ist kein Privileg, sondern ein Recht. Und sie ist der Schlüssel zu echter Gleichstellung – vom ersten Lohn bis zur Pension.
Mach mit und setze ein Zeichen für Equal Pay!
- Trage am 11. Februar 2026 ein sichtbares Zeichen für Equal Pay: Ob rote Kleidung, ein auffälliges Accessoire, deinen "roten Faden" als Symbol für "ein ganzes Leben" oder etwas, das dich stark und kompetent zeigt – setze ein Statement für Lohngerechtigkeit.
- Du für Equal Pay: Poste ein Bild oder Video auf deinen Social-Media-Kanälen mit dem Hashtag #equalpayJETZT und erzähle, warum Equal Pay für dich wichtig ist.
- Teile Erfolgsgeschichten: Unterstütze Unternehmen und Personen, die Gleichberechtigung aktiv fördern. Nenne Beispiele für Firmen, in denen Frauen fair bezahlt und gefördert werden.
- Sei Multiplikatorin: Lade Freund:innen, Kolleg:innen und Arbeitgeber:innen ein, Teil der Bewegung zu werden. Jede Stimme zählt!
Equal Pay 2043?
So lange wollen wir nicht warten!
Aktuelle Hochrechnungen zeigen: wenn wir so weitermachen, erreichen wir gleichen Lohn für gleiche Arbeit erst in 2043. Das ist kein Fortschritt, das ist ein schlechter Witz!
Denn ungleiche Bezahlung...
- beginnt schon bei den Lehrlingen
- zieht sich durch das gesamte Erwerbsleben
- endet viel zu oft in Altersarmut
Wir brauchen Gleichstellung jetzt, nicht erst in 17Jahren!
Deine Stimme zählt: Hilf, den Wandel zu beschleunigen und jede Ungerechtigkeit sichtbar zu machen
BPW Austria lädt alle ein – Frauen, Männer, Firmen und Institutionen –, Teil der Kampagne zu werden. Zeigen wir gemeinsam: in einer gerechten Gesellschaft zählt die Kompetenz, nicht das Geschlecht. Mehr Infos findest du unter: www.equal-pay-day.at
Equal Pay vom ersten Lohn bis zur Pension! Am 11. Februar 2026 und das ganze Jahr!
#EqualPay2026 #EqualPayJETZT
Hier stellen wir die "Rahmen" für Social Media Bilder #roteTasche4EqualPay EPD 2026 kostenlos zur Verwendung zur Verfügung. Eine Anleitung zur Benutzung in Canva ist im Download inkludiert.
Was ihr euch 2026 einfallen habt lassen: #equalpayJETZT
Sei dabei! Verwende den EqualPay-Rahmen und poste dein Bild. Ab 11. Februar veröffentlichen wir die Bilder in einer Galerie. Inspiration gesucht? Die Galerien der vergangenen Jahre findest du hier. #equalpayJETZT #equalpay2026
UNSERE KAMPAGNE 2026 so wie in den vergangenen Jahren: #transparenz
Es ist wichtig die Informationen zum Gender Pay Gap korrekt und nachvollziehbar darzustellen, um bei Frauen und Männern mehr Bewusstsein zu schaffen. Immer noch wird dieser Pay Gap von aktuell 11,5 % negiert und mit der hohen Teilzeitarbeitsquote von Frauen begründet. Dieses Argument hält einer genaueren Betrachtung nicht stand. Lassen wir Fakten sprechen und schaffen wir #transparenz
Die Daten, die wir zur Berechnung des EQUAL PAY DAY heranziehen, beziehen sich auf die ganzjährig Vollbeschäftigten; Teilzeit ist somit KEIN ARGUMENT für diese Differenz!
Leider werden in den Medien (auch im ORF) einige Kennzahlen und Begrifflichkeiten vermischt. Bei deren Angaben sind Teilzeitbeschäftigte und nicht ganzjährig Beschäftigte inkludiert. Werden Teilzeitbeschäftigte und nicht ganzjährig Beschäftigte einbezogen, liegt der Einkommensunterschied bei rund 36 %. Das sind jedoch nicht jene Daten, die dem Equal Pay Day zugrunde liegen.
Sag uns, wo du arbeitest und wir sagen dir, wie hoch dein persönlicher Gap ist.
11,5 % Gehaltsunterschied ist nicht nur die Summe aller Einkommensunterschiede verschiedener sozialer Stellungen (Arbeiter*innen, Angestellte, Beamt*innen etc), sondern auch ein Durchschnitt in Österreich.
Die 11,5 % sind ein österreichweiter Durchschnitt über alle Beschäftigungsgruppen hinweg. Für jede einzelne Person ist jedoch entscheidend, wo sie arbeitet und lebt. Denn regional gibt es deutliche Unterschiede – konkret bedeutet das: neun unterschiedliche Equal Pay Days in Österreich, einen in jedem Bundesland.
| Wien | – 4,2 % | ergibt 15 Tage | > EPD Wien 2026 | 15. Jänner |
| NÖ | – 11,1 % | ergibt 41 Tage | > EPD NÖ 2026 | 10. Februar |
| Burgenland | – 11,7 % | ergibt 43 Tage | > EPD Burgenland 2026 | 12. Februar |
| Kärnten | – 12,7% | ergibt 46 Tage | > EPD Kärnten 2026 | 15. Februar |
| Salzburg | – 13,8 % | ergibt 50 Tage | > EPD Salzburg 2026 | 19. Februar |
| Steiermark | – 14,9 % | ergibt 54 Tage | > EPD Steiermark 2026 | 23. Februar |
| Tirol | – 15,8 % | ergibt 58 Tage | > EPD Tirol 2026 | 27. Februar |
| Oberösterreich | – 16,3 % | ergibt 59 Tage | > EPD Oberösterreich 2026 | 28. Februar |
| Vorarlberg | – 20,1 % | ergibt 75 Tage | > EPD Vorarlberg 2026 | 16. März |
Quelle: STATISTIK AUSTRIA, Lohnsteuerdaten – Sozialstatistische Auswertungen nach Bundesländern. Bruttojahresbezüge gemäß § 25 Einkommensteuergesetz der ganzjährig Vollbeschäftigten
„It took me quite a long time to develop a voice, and now that I have it, I am not going to be silent.“
